Rettung: Bahnhofsmission Lindau jetzt ökumenisch

IN VIA Bayern e.V. wird geschäftsführender Träger


Lindau/München. Rettung geglückt: Die Bahnhofsmission Lindau hält ihre Türen auch in Zukunft offen. Nach Monaten der Unsicherheit steht nun fest, dass die Evangelische Diakonie Lindau e.V. als Träger der Bahnhofsmission einen katholischen Partner bekommt. Der Frauenfachverband IN VIA Bayern e.V. übernimmt im kommenden Jahr die Geschäftsführung der fast 100 Jahre alten Hilfeeinrichtung.

„Es freut uns sehr, dass IN VIA Bayern mit diesem Schritt in Lindau den weiteren Betrieb der Bahnhofsmission ermöglicht“, so Pfarrer Eberhard Heuß, Erster Vorsitzender des Evangelische Diakonie Lindau e.V.. Die Bahnhofsmission wird – wie die meisten der 13 bayerischen Einrichtungen – damit ökumenisch weiter geführt.

Die evangelische wie auch die katholische Seite übernehmen damit für 2019 die Finanzierung der Bahnhofsmission. Auch der Caritasverband Lindau leistet einen Beitrag, der zur Deckung der Personalkosten und zur Unterstützung von Bedürftigen verwendet wird. Durch freiwillige Zuschüsse von Stadt und Landkreis kann der Betrieb der Bahnhofsmission damit für 2019 aufrechterhalten werden. Auch die Deutsche Bahn begrüßt dies sehr und will nach ihren Möglichkeiten unterstützen, betont Bahnhofsmanager Bernhard Christ.

„Ziel ist natürlich, die Bahnhofsmission mittelfristig als niedrigschwellige Anlaufstelle für Menschen in Not, aber auch als Angebot für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen zu sichern“, betont Rita Schulz, Geschäftsführung von IN VIA Bayern. „Dafür machen wir uns als Landesverband auch mit unseren Personalressourcen stark. Konkret heißt das: Die Verantwortlichen arbeiten natürlich an einer Lösung über 2019 hinaus.“

Aufatmen können nun die beiden hauptamtlichen Mitarbeitenden sowie die ehrenamtlich Tätigen - aber auch alle, die schnelle und unbürokratische Hilfe am Bahnhof brauchen. Mit dem Engagement des in München ansässigen und bayernweit agierenden Fachverbandes hat die bange Zeit des Wartens ein Ende. Völlig überraschend war im Sommer bekannt geworden, dass die Bahnhofsmission Lindau aus Geldnot schließen muss. Vorerst ist dieses Thema vom Tisch. „Wir danken allen für ihren großen Einsatz und auch das Ausharren über Monate in Ungewissheit“, so Heidi Ott und Hedwig Gappa-Langer von der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern zur geglückten Rettungsaktion.

Am 20.11. haben die beiden kirchlichen Verbände die letzten Details der Kooperationsvereinbarung in Lindau besprochen, die anschließend von den beiden Vorsitzenden, Pfarrer Eberhard Heuß von dem Evangelische Diakonie Lindau e.V. und der neuen Vorsitzenden von IN VIA Bayern e.V., Adelheid Utters-Adam, unterzeichnet wurde.

(Text: Annette Bieber, Hedwig Gappa-Langer)

 

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